Patenprojekt Swasiland

100 Kinder werden ab 1. Juli zusätzlich in unseren Care Points betreut

Seit dem 1. Juli 2019 werden in den drei von Winsener Paten betreuten Care Points in Swasiland, Malawi und Mosambik zusätzlich 100 weitere Kinder betreut. Weil sich seit dem Sommer 2018 viele weitere Paten in Winsen und Umgebung gefunden hatten, konnte jetzt die Betreuung von insgesamt 250 Kindern bei unserem Projektpartner in Auftrag gegeben werden.

Hier jetzt drei Berichte über Kinder, die seit dem 1. Juli dort betreut werden:

Chigodole – Mosambik:

Das kleine Mädchen rechts auf dem Foto ist Sarah*. Sie ist eines der Kinder, die seit Juli in das Programm aufgenommen wurden. Sarah war dem Chimoio Service Center Team aufgefallen, als sie Hausbesuche machten, um die bedürftigsten Kinder für die Erweiterung des Care Points zu identifizieren. Sie fanden heraus, dass der noch sehr junge Vater bei der Armee war und dieses Jahr gestorben ist. Es ist nicht bekannt, was passiert ist und warum er gestorben ist, aber seine Leiche wurde nach Chigodole gebracht. Sarahs Vater hatte sowohl seine Familie, als auch die Verwandtschaft unterstützt und mit seinem Tod hatte die Familie keinerlei Einkünfte mehr. Seit dem Tod des Vaters wohnt Sarah mit mehreren anderen Kindern bei ihrer Großmutter. Die zusätzlichen Patenschaften machen es möglich, dass die Kinder seit Juli am Care Point Chigodole unterstützt und versorgt werden.
*Name geändert

Msengeni B – Swasiland:

Das ist die Familie von Gogo (Großmutter) Tanya, die seit Juli zum Care Point Msengeni B gehört. Die Großeltern versorgen 5 Enkelkinder, da einige der Eltern verstorben sind und andere meist weg sind auf der Suche nach Gelegenheitsjobs. Der Großvater versucht, etwas Geld zusätzlich zu verdienen, indem er Steine aus dem Boden meißelt, aber in letzter Zeit findet er keine Käufer mehr. Trotz aller Bemühungen schafft es die Familie kaum, Essen für die Kinder zu beschaffen. Futhi (eine der Care Worker in Msengeni B) hat die Familie bei einem Gang durch das Dorf kennengelernt. Ende Juni haben die Care Worker und das Service Center Team die Kinder zum Care Point eingeladen, weil diese zu Haus nichts mehr zu Essen hatten. Da die Familie jenseits der Schnellstraße wohnt, haben sich die Care Worker darum gekümmert, dass ältere Kinder vom Care Point die kleineren Kinder abholen und sicher über die Straße bringen. Diese Fürsorge macht deutlich, wie sehr sich die Care Worker um die Kinder sorgen und sich bemühen, die Kinder in die Gemeinschaft am Care Point zu integrieren.

Kawaza – Malawi:

Lisa ist 12 Jahre alt und hat 5 Geschwister. Zwei der Geschwister haben Kawaza verlassen, um woanders Arbeit zu suchen und drei besuchen den Care Point. Ihre Mutter starb 2017. Ihr Vater hat neu geheiratet, ist weg gezogen und kümmert sich nicht mehr um seine Kinder. Lisa und ihre Geschwister haben zuerst bei einer Tante gewohnt, aber die Verantwortung wurde der Tante zu viel und so wohnen die Kinder jetzt bei der Großmutter in einer kleinen Hütte; das Haus der Großmutter wurde durch die Folgen des Zyklons Mitte März zerstört. Da die Großmutter Asthma hat, fällt es ihr schwer, auf dem Feld zu arbeiten. Deswegen konnte sie nur 2 Säcke Mais ernten und diese sind schon verbraucht. Die einzige Möglichkeit für sie, ein wenig Geld zu verdienen, ist im Garten von Nachbarn zu arbeiten. Geprägt durch all diese schweren Erfahrungen, fällt es Lisa und ihren Geschwistern schwer, am Care Point mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen und sie sehen oft sehr traurig aus. Noch gehen sie nicht zur Schule, aber die Care Worker wollen sie möglichst schnell dort anmelden, damit sie, wie die anderen Kinder, ein stabileres Umfeld haben.

Das Team vom Dedza Service Center sorgt sich aktuell vor allem um die Kinder, die neu am Care Point sind und ermutigt die Care Worker, sich besonders um diese Kinder zu kümmern, damit diese spüren, dass sie zum Care Point gehören und sie geliebt und versorgt werden.