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Cyclone Idai – Die Krise und unsere Antwort

Zitat von George Snyman: “Die Krise ist sehr viel größer als der Zyklon. Letztes Jahr war es die Dürre, dieses Jahr der Zyklon, nächstes Jahr wird es vielleicht etwas anderes sein. Die Chancen für die Schwächsten standen schon immer schlecht; jetzt steht es noch schlechter um sie. Dies ist die neue Normalität in den Hands at Work Communities. Das stellt uns mehr denn je vor die Frage: Wofür wollen wir unsere Zeit und unser Geld und unser Leben einsetzen?”

Hintergrund

  • Malawi ist derzeit das viertärmste Land der Welt. Die gesamte Wirtschaft hängt davon ab, dass das Wetter optimal für die Landwirtschaft ist. Jede Verschlechterung, ob Dürre, Überschwemmung, Sturm o.ä., trifft die durchschnittliche Familie, die von ihrem Land lebt, sehr heftig.
  • Mosambik ist derzeit das fünftärmste Land der Welt. Der Wirbelsturm traf Mosambik und Simbabwe, als sie bereits von einer Dürre heimgesucht waren. Auch ohne Zyklon bestand bereits eine schwere Krise – die Menschen hatten schon ihre Ernte verloren.

Bericht von George Snyman vom Besuch in Mosambik

“Hands at Work-Mitarbeiter waren die ersten in den Gemeinden nach dem Sturm, und wir hörten die sehr persönlichen Geschichten. Wir trafen uns mit den Großmüttern vor ihren zerstörten Häusern. Wir haben bei ihnen in den Grashütten übernachtet. Wir leisteten Hilfsmaßnahmen (Wolldecken, Hausreparaturen, Lebensmittel) und arbeiten daran, nachhaltigere Unterstützung für die Zukunft aufzubauen.”

Bericht von Busie Siyata-Jones vom Besuch in Mosambik

“In Matsinho, inmitten von Chaos und Verwüstung, fragten wir, ob jemand ein Stück Land hätte, das er spenden würde. Ein Care Worker (der auch ein Kirchenführer ist) stand auf und bot sein Land an. Und als die Leute es sahen, waren sie ganz aufgeregt! Die Leute sagten: “Hier können wir dies einpflanzen, hier können wir das einpflanzen”. Es war so aufregend, weil die Leute wussten, dass gerade zu diesem Zeitpunkt, da ihnen alle anderen Optionen genommen waren, etwas Positives passieren könnte. Die Gemeinschaft hat Pläne gemacht, Kirchenführer, Care Worker und Pflegeeltern zusammenzubringen – was vorher nur sehr selten geklappt hat! Ein Lastwagen wurde in der Gemeinde gemietet und plötzlich begannen alle Pfelgeeltern, die in den Ruinen ihrer Häuser gesessen hatten, zu diesem Land zu ziehen. Es gab ihnen ein solches Gemeinschaftsgefühl, ein Gefühl der Hoffnung und ein Ziel, wo es vorher nichts mehr gab. Es gab ihnen solch eine Hoffnung: “Wir schaffen das!” Ich sah, wie die Leute durch dieses Geschenk ihre Starre überwinden konnten – hier war eine Möglichkeit etwas zu tun, das tatsächlich helfen würde. Das ist ein Erlebnis, an das ich mich immer erinnern werde. Wir hatten die Wahl: Wir konnten herum sitzen und nichts tun, oder wir konnten die Menschen an einen Ort der Hoffnung führen. Und dieses Feld sieht heute fantastisch aus!”

Malawi – Maßnahmen

Die größte Verwüstung in Malawi war der Verlust vieler Häuser, weil sie aus Lehm gebaut waren und dem lang andauernden Wind und Regen nicht standhalten konnten. Der Zyklon Idai traf Malawi nicht direkt, aber das Land litt unter den sintflutartigen Regenfällen nach dem Sturm. Hands at Work’s Schwerpunkt in Malawi ist die Hausreparatur.

  • Wir haben 71 Familien ausgemacht, deren Häuser am stärksten von den Regenfällen betroffen waren. Wir haben dann festgelegt, wer von diesen 71 am meisten gefährdet ist. 25 Familien waren dabei, deren Häuser völlig zusammengebrochen waren oder in einem so schrecklichen Zustand waren , dass sie als lebensgefährlich eingestuft werden mussten, und zwar unter technischen als auch gesundheitlichen Gesichtspunkten (z.B. undichte Dächer, viele Menschen auf engstem Raum, fehlende Decken oder Lebensmittel usw.).
  • Wir haben mit dem Bau von provisorischen Unterständen begonnen, indem wir Bäume, Nägel, Seile und Plastik zur Verfügung stellten (der Rest des Materials kam aus den Gemeinden selbst). Die Arbeit wurde von den Carer Workern mit Unterstützung des Service Center Teams erledigt. Auch undichte Dächer wurden repariert.
  • Einige Familien, die am meisten Hilfe brauchten, erhielten auch Wolldecken.

Mozambique – Maßnahmen

Cyclone Idai traf Mozambique am schwersten. Die drei Hauptprobleme sind folgende:

  • Hausreparaturen/Hausneubauten: Mehr als 50 der Häuser der Kinder und der Care Worker wurden zerstört. Phase 1 sieht den Wiederaufbau folgender Häuser vor: 2 in Chigodole, 1 in Macadeira und 12 in Matsinho.
  • Lebensmittelversorgung: Der Mangel an einer sicheren Versorgung mit Lebensmitteln betrifft alle unsere Communities in Mosambik. In Matsinho ist die Situation noch schlimmer, weil sie auch ihre Häuser verloren haben. Hands at Work setzt den Schwerpunkt auf folgende Dinge:
    – Bereitstellen von Frühstück,
    – Essen auch für bedürftige Pflegeeltern,
    – Die Bereitstellung von Essen an sieben anstatt sechs Tagen.
    Außerdem unterstützen wir die Communities mit Saatgut und zusätzlichen Anpflanzungen: In Matsinho haben wir begonnen, auf dem gespendeten Land zu pflanzen (siehe Geschichte von Busie oben). In Chigodole wollen wir in der Nähe des Flusses pflanzen, wo eine gute Ernte am wahrscheinlichsten ist.
  • Gesundheitswesen: Wir wollen die verlorenen Decken ersetzen. Matsinho ist eine sehr kalte Gegend und der Winter wird bald kommen.
  • Malariabehandlung: Wir achten darauf, dass alle Malariafälle schnell identifiziert und behandelt werden.
  • Cholera: Wir beobachten die Situation sehr genau und wissen, wie wir darauf reagieren müssen (aus den Erfahrungen, die wir in Sambia und anderen Ländern gesammelt haben).