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Neuigkeiten zur Sturm-Nothilfe (Juni)

Hands at Work ist davon überzeugt, dass das persönliche Engagement und die persönliche Beziehung die Voraussetzung sind, um die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften zu stärken und um eine stabile Grundlage für die Betreuung der am stärksten gefährdeten Kinder zu schaffen. Aus unseren Gemeinden, die vom Zyklon Idai getroffen wurden, hören wir erstaunliche Geschichten von Menschen, die „es persönlich nehmen“: Mitglieder unserer lokalen Hands at Work Teams, Care Worker und (Ersatz-)Eltern.

Drei Geschichten über Menschen in Mosambik, die „es persönlich nehmen“

Sich einsetzen für die Armen und Mittellosen

Audrey, die Koordinatorin des lokalen Hands at Work Teams in Mosambik, hat drei eigene kleine Kinder, aber sie hat sich entschieden, sich persönlich für ein kleines Mädchen namens Sarah* aus der Gemeinde Matsinho einzusetzen.

Als der Zyklon Idai Sarahs Gemeinde traf, wurde ihr Haus völlig zerstört. Sarah und ihre Mutter suchten Zuflucht in einen kleinen Unterschlupf auf dem Feld, auf dem sie arbeiten. In derartigen Situation versuchen ausbeuterische Menschen immer wieder, die Notlagen der Betroffenen auszunutzen. Verzweifelt und darauf bedacht für ihre Tochter zu sorgen, akzeptierte Sarahs Mutter einen Heiratsantrag von einem Mann, der sie in den über 100km entfernten Dschungel entführte. Als das lokale Hands at Work Team in Chimoio heraus fand, was passiert war, sprang Audrey auf ein Motorrad und fuhr 100 Kilometer durch Sand und Dschungel, und ging dann zu Fuß weiter, um Sarah und ihre Mutter wieder zurück nach Matsinho zu bringen. Heute leben Sarah und ihre Mutter bei Verwandten, während ihr Haus wieder aufgebaut wird.

Von Mitgefühl bewegt

Baba Antonio ist ein Betreuer aus der Gemeinde Matsinho B, der zusammen mit seiner Frau eine der ärmsten Familien in ihrer Gemeinde aufgenommen hat, nachdem deren Haus durch Zyklon Idai zerstört wurde. Die Familie, die sie nun in ihrem Haus willkommen heißen, lebt mit vielen Herausforderungen. Die Mutter leidet unter einer geistigen Behinderung und hat Probleme, sich um ihren stark unterernährten kleinen Sohn zu kümmern. Baba Antonio und seine Frau sahen diese Herausforderungen und haben sich, bewegt von Mitgefühl, persönlich verpflichtet, die Verantwortung für die Betreuung dieses kranken Babys und seiner Mutter in ihrem eigenen Haus zu übernehmen.

Sich für diejenigen einsetzen, die keine Stimme haben

In jeder der vier Gemeinschaften, die Hands at Work in Mosambik unterstützt, wird für die am stärksten gefährdeten Care Givers gesorgt, indem mittags eine warme, nahrhafte Mahlzeit bereitgestellt wird. Aufgrund der Auswirkungen des Zyklons Idai stehen die Menschen vor einer 12-monatigen Hungersnot und das lokale Hands at Work Team in Chimoio versucht, sich für eben diese (Ersatz-)Eltern einzusetzen, indem es ihnen eine Lunchbox zur Verfügung stellt. Audrey meint: “Ohne einen Plan werden diese Familien mit noch größeren Herausforderungen und Gesundheitsproblemen konfrontiert sein.”

Hands at Work begann mit Lunchboxen für die Familien, die am meisten gefährdet sind und kein Essen in ihren Häusern hatten, weil ihre Ernte zerstört wurde. Die Betreuer entscheiden, welche Familien am dringendsten eine Lunchbox benötigen und wenn die Kinder zum Care Point für ihre tägliche warme und nahrhafte Mahlzeit kommen, werden sie mit einer Lunchbox für ihre (Ersatz-)Eltern nach Hause geschickt.