Patenprojekt Swasiland

Quartalsberichte aus Chigodole und Msengeni B

Hands at Work schickt uns alle 3 Monate einen Quartalsbericht für jede Community, die wir unterstützen. Im ersten Quartal ist das immer eine Geschichte von einem unterstützten Kind in der Gemeinde. Anbei die beiden Berichte im PDF-Format (auf Englisch) und hier die Übersetzungen.

Quartalsbericht Chigodole Q1 2018      Quartalsbericht Msengeni B Q1 2018

(Ankündigung: In Kürze finden Sie auf der Webseite auch die Berichte von unserem Besuch im Mai in Südafrika und Mozambik.)

Chigodole: Miguel weiß, dass er geliebt wird

Der zehn Jahre alte Miguel lebt in der kleinen Landgemeinde von Chigodole, meilenweit entfernt von gepflasterten Straßen. Sein Traum vom Schulbesuch wurde jäh zerstört, als sein Vater plötzlich erkrankte und verstarb. Miguels Mutter Alima sorgt allein für Miguel und seine drei Geschwister. Es war kaum Geld da für Lebensmittel geschweige denn das Schulgeld. Selbst das karge, unfruchtbare Land an ihrem Haus schien sich gegen sie verschworen zu haben, denn es wuchs nichts und an vielen Tagen ging die Familie hungrig zu Bett.

Lokale ehrenamtliche Helfer , sogenannte „Careworker“ der „Chigodole Community Based Organisation“ (CBO) fingen mit Verantwortlichen der Kirche an, Familien in Chigodole zu besuchen, in der Hoffnung, den Bedürftigsten unter ihnen helfen zu können. Die Verzweiflung von Miguels Familie und Alimas Kampf um die Versorgung ihrer Kinder fiel auch Maria einer Helferin der Organisation auf. Deshalb besuchte sie die Familie nun regelmäßig zuhause, ermutigte sie, betete für sie und brachte die Liebe Jesu in ihre Mitte.

Als der „Carepoint“ Chigodole im Februar 2018 eröffnet wurde, war Miguel eines der ersten Kinder dort. Obwohl sich Miguel besonders über die vollwertige Mahlzeit freute und mit Freunden spielen konnte, bemerkten die Helfer, dass er oft allein war. Sie beobachteten ihn und es wurde deutlich, dass der Junge sein Augenlicht verlor. Alima, seine Mutter, aber konnte ihn nicht ins Krankenhaus bringen. Sie war traumatisiert, einerseits wegen ihrer negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit andererseits auf Grund ihrer Angst noch ein zweites behindertes Kind zu haben.

Aber dank der Unterstützung und der Ermutigung durch Maria fand Alima dann doch den Mut, Miguel ins Krankenhaus zu bringen, von wo er sofort in eine andere Klinik überführt wurde, wo eine Operation am grauen Star durchgeführt wurde.

Mittlerweile ist Miguel zuhause und sein Augenlicht ist wieder hergestellt. Jetzt findet man den Jungen wieder am Carepoint unbeschwert rumlaufen und mit seinen Freunden spielen. Er zieht sich nicht mehr zurück und ist nicht mehr ängstlich. Er weiß, wo er seine nächste Mahlzeit erhält, dass er geliebt und behütet wird. Miguel träumt noch vom Schulbesuch und ist schon ganz aufgeregt, weil die Careworker ihn bald anmelden werden.

Msengeni B: Sabelo ist glücklich und zuversichtlich

Der neun Jahre alte Sabelo lebt mit seinen Eltern, drei Geschwistern und zwei Cousins in der Gemeinde Msengeni. Eine der größten Herausforderungen, mit denen die Familie konfrontiert ist, ist die Sicherung eine geregelten Familieneinkommens. Häufig besteht der tägliche Überlebenskampf der Familie in der Bearbeitung eines kleinen Stücks Land, auf dem Mais, Kürbisse und Erdnüsse angebaut werden. Sabelos Vater tut alles, um Gelegenheitsjobs in der Gemeinde auszuüben. Wenn er aber nichts in der Nähe findet, sucht er sich etwas außerhalb der Gemeinde, so dass er für längere Zeit nicht zu hause sein kann. In dem kleinen Haus aus Stein und Lehm mangelt es der Familie am Nötigsten wie zum Beispiel Decken oder Matratzen, die des Nachts Wärme geben würden.

Inmitten des Überlebenskampfes aber gibt es einen Lichtschein und Hoffnung aus der „Msengeni B Community Based Organisation“ (CBO) wo sich lokale ehrenamtliche Helfer engagieren, um 50 der hilfsbedürftigsten Kinder zu unterstützen.

Da Msengeni eine kleine Gemeinde ist, wissen viele Bewohner, welche Familien besonders schwer von der Not betroffen sind. Und 2017 beginnt Sphiwe, eine „Careworkerin“, Sabelo und seine Familie zu besuchen. Sie lernt das Schicksal der Familie kennen und mit der Zeit entwickelt sich eine enge, vertrauensvolle Beziehung. Bei den regelmäßigen Besuchen ermutigt Sphiwe Sabelos Mutter, und sie wird zu einer wichtigen Unterstützung der ganzen Familie.

Sabelo wird eingeladen, den „Carepoint“ zu besuchen, wo er eine warme vollwertige Mahlzeit bekommt, eine grundlegende Gesundheitsvorsorge sowie Schulbildung. Er ist im Moment in der dritten Klasse und ein cleverer Junge. Am Carepoint wird Sabelo von ehrenamtlichen Helfern bei den Hausaufgaben unterstützt, und beeinflusst durch diese Unterstützung hilft Sabelo auch schon anderen Kindern.

Die Liebe und Fürsorge, die Sabelo von den Helfern in Msengeni B empfängt, allen voran durch Sphiwe, hat Sabelo zu einem glücklichen und zuversichtlichen neun Jahre alten Jungen werden lassen, den man oft am Carepoint sieht, wo er mit seinen Freunden und anderen Kindern spielt.