Patenprojekt Swasiland

Reisebericht Mosambik 2018

Im Mai 2018 sind wir mit einer Gruppe von 4 Personen, die das„Patenprojekt Swasiland“ unterstützen, nach Südafrika/Mosambik geflogen, um die Zentrale von Hands at Work („Hub“) und Care Points in Mosambik zu besuchen. Im Fokus war natürlich „unser“ Care Point in Chigodole, in dem mit finanzieller Unterstützung des Patenprojekts seit Februar 2018 50 Kinder versorgt werden.
Über London sind wir nach Johannesburg geflogen und von dort direkt mit dem Mietwagen zum „Hub“ gefahren (ca. 3,5 Stunden Fahrt). Dort hatten wir die Gelegenheit, viele Mitarbeiter/innen von Hands at Work bei einem „Bring & Share“-Abendessen kennenzulernen oder wieder zu sehen. Früh am nächsten Morgen ging es weiter mit einer kleinen Cessna von Mercy Air, einem Hilfsprojekt, das freiwilliger Helfer (z.B. Ärzte und Ausbilder) in entlegene Regionen v.a. in Mosambik fliegt.

Untergebracht in Mosambik waren wir im Gästehaus einer kanadischen Hilfsorganisation, ganz in der Nähe der Care Points, und betreut haben uns auf der Reise Tyler Ralph (aus dem Hub), Farai Ngunhe (aus Harara/Simbabwe, beide sind Koordinatoren des „Regional Support Center“ für Simbabwe und Mosambik) und seine Ehefrau Mildreed, die sich um unser leibliches Wohl gekümmert hat.

Noch am ersten Tag haben wir den Care Point in Macadeira besucht und konnten das neue Gebäude, die neuen Toiletten und den Zaun bewundern, die in den letzten Monaten mit Geldern aus dem Patenprojekt gebaut wurden.

An jedem Care Point wurden wir vom lokalen Team (den „Care Workern“) und Koordinator_innen aus dem „Service Center“ herzlich begrüßt, alle wurden vorgestellt, es wurde viel getanzt und gesungen. Und wir haben natürlich mit den Kindern gespielt!

Am zweiten Tag waren wir im zweiten Care Point in Mosambik, in Matsinho. Nach der Begrüßung (mit Tanz und Gesang :-)) hatten wir die Gelegenheit, mit Koordinatoren und Care Workern Hausbesuche („Holy Home Visits“) zu machen und einzelne Familien besser kennen zu lernen. Diese Besuche haben uns besonders beeindruckt und bewegt und deshalb wird es dazu noch einzelne Berichte geben.

Auch in Matsinho konnten wir Zeit mit den Kindern verbringen – was dazu führte , dass uns der Abschied nicht leicht fiel.

Am Sonntag hat uns Pastor Jim aus Macadeira in seinen Gottesdienst eingeladen: Ein besonderes Erlebnis mit vielen singenden und tanzenden Menschen, mit Bekenntnissen, Predigt und einem tollen Miteinander – da gehen auch 3 Stunden schnell um 🙂 .

Und dann endlich Chigodole: 3 Tage nacheinander waren wir in dem noch jungen Care Point und hatten dadurch Gelegenheit, die Care Worker und die Kinder etwas kennenzulernen (und uns ein paar Namen zu merken). Der Care Point besteht aus einer „Kirche“, in der man sich treffen kann und in der die Kinder im Schutz vor Sonne oder Regen essen können, einer kleinen Küche und den Toiletten – beides neu gebaut.

 

Wir waren sehr beeindruckt von dem Care Point, vor allem aber von den 18 (!) Care Workern, die sich in Chigodole ehrenamtlich um über 50 Kinder kümmern! Wir hatten den Eindruck, dass in den wenigen Wochen seit Beginn der Arbeit schon eine gute Gemeinschaft entstanden ist, die Betreuung der Kinder gut funktioniert und der Care Point auf einem guten Weg ist.

Dann war es leider schon wieder Zeit für den Rückflug. Im Hands at Work Hub hatten wir noch Gelegenheit für einige Gespräche, bevor es über Johannesburg und London zurück nach Hamburg ging.
Diese Begegnungen in Mosambik haben uns alle beschenkt und bereichert: Sowohl die Care Worker und die Koordinator/-innen, die sich sehr über den Besuch und die Wertschätzung ihrer Arbeit gefreut haben, als auch uns Besucher/-innen, die so viele bewegende Eindrücke mitgenommen haben: Eindrücke von Armut und Not, aber vor allem von Hilfsbereitschaft, Einsatz füreinander, Liebe für die Mitmenschen und Vertrauen auf Gott.
Wir konnten vor Ort erleben, wie wichtig und hilfreich die Arbeit von Hands at Work und die Spenden des Patenprojekts für die Kinder und Familien in Afrika sind! Weil es Hands at Work nicht darum geht „nur“ Geld zu sammeln, sondern weltweit in Beziehung zu Menschen zu sein, die die Arbeit finanziell tragen, wäre es schön, versuchen wir auch für 2019 Reisen zu „unseren“ Patenkindern zu organisieren.
Durch finanzielle Unterstützung, Besuche, Gebete und Öffentlichkeitsarbeit sind wir alle Teil einer weltweiten Gemeinschaft zur Unterstützung der Ärmsten der Armen!!!